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Die Tücken des „Schlaraffenlandes“

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Warum uns der reich gedeckte Tisch schadet

Die unheilvolle Kombination von Genetik und Lebensstil führt dazu, dass wir die zweite Lebenshälfte oft nicht geniessen können, wie Wohlstand und Sicherheit es eigentlich zuliessen. Mit der Einführung des Ackerbaus vor wenigen tausend Jahren hat sich die Ernährung des Menschen grundlegend geändert. Plötzlich standen Kohlenhydratquellen in grösserem Masse zur Verfügung. Jahrhunderte lang sammelte man vor allem Beeren und wilde Früchte, Pilze und Nüsse und man jagte kleines und grosses Getier. Fleisch und Fett waren noch begehrt, während Kohlenhydrate immer knapp waren. Je kälter das Klima umso ausgeprägter war die Jagt und der Fleisch und Fettkonsum.

Immer war die Essensbeschaffung und –zubereitung mit Mühe und Bewegung verbunden. Doch seit der industriellen Revolution ist die Einheit Ernährung durch Bewegung auseinander gerissen. Zudem sind ausgerechnet Kohlenhydrate zur dominierenden Nahrungsquelle in der industrialisierten Welt geworden. Doch unsere Gene funktionieren immer noch wie zu Urzeiten und das bekommt uns heute schlecht. Wir tappen in die „Ernährungsfalle“. Langfristig reagiert der Körper auf diese Überforderung mit Krankheiten.

Die klassischen Symptome oder Vorboten dieser Krankheiten wurden von der WHO 1998 als metabolisches Syndrom definiert. Volkstümlicher nennt man sie die „makaberen Vier“ oder das „tödliche Quartett“. Gemeint ist damit eine Kombination von Risikofaktoren:

- Die bauchbetonte Fettleibigkeit
- Eine typische Konstellation der Blutfettwerte
- Einen erhöhten Blutdruck
- Einen, im nüchternen Zustand erhöhten Blutzuckerwert

Erfüllt eine Person mindestens drei dieser Kriterien leidet sie an einem metabolischen Syndrom. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das Quartett schon bald auf ein Sextett erweitert werden sollte. Denn weitere Symptome des gleichen Komplexes sind: Veränderung der Blutgerinnung, Entzündungseiweisse im Blut und erhöhte Harnsäurewerte. Die „die tödlichen Vier“ halten selbst die stärksten Gefässe nicht lange aus und eines Tages kommt es fast zwangsläufig zu gravierenden Folgeerkrankungen.